McWolly – Vom Wollknäuel zum Garn Guru
Die Jahre vergingen, und aus dem süßen kleinen McWolly wurde ein stattlicher Schafbock wie frisch aus einem Highlands-Katalog. Nachdem er irgendwann feststellte, dass man aus Wolle zwar keinen Whisky, aber sehr wohl Glück, Wärme und Geschäftssinn spinnen kann, beschloss er: „Ich mach Karriere! Aber mit Stil.“
Heute ist McWolly nicht nur ein echter Wollkenner, sondern der offizielle Chef der Garn-Handelsfirma, die er zusammen mit seinem zweibeinigen Freund und Geschäftspartner Alexander Kopp führt. Gemeinsam reisen sie um die Welt – von flauschigen Alpakahöfen in Peru bis zu geheimen Merino-Verstecken in Tirol.
Doch McWolly ist nicht nur charmant und geschäftstüchtig – nein, er ist auch… ungeheuer vorwitzig.
Sobald die beiden ein Wollgeschäft betreten, beginnt das Drama: Während Herr Kopp höflich und professionell bleibt, schleicht McWolly schnüffelnd zwischen den Regalen herum, steckt seine Nase in Garnkörbe, stupst Stricknadeln um und stellt lauter unverschämte Fragen wie:
„Ist das echte Bio-Wolle oder hat die nur ein Zertifikat mit Blümchen drauf?“
„Wurde das hier mit Liebe gesponnen oder unter Zeitdruck?“
Herr Kopp steht dann meist daneben, rot werdend, das Sakko zurechtrückend und murmelnd:
„Entschuldigen Sie bitte, er hat heute wieder… àhm .. seinen karrierten Tag.“
Oft wird McWolly auch erwischt, wie er ein besonders schönes Garn einfach probeweise um sich wickelt, um zu sehen, ob es zu seinem Teint passt. Und wehe, jemand lacht! Dann blökt er lautstark:
„Mode ist kein Spaß – das ist Hochkultur auf Spulen!“
Trotz all seiner Eskapaden – oder vielleicht gerade deshalb – lieben ihn die Menschen. Kunden lachen, Kinder machen Selfies mit ihm, und selbst skeptische Wollproduzenten können seinem Charme kaum widerstehen. Denn eines ist klar: Niemand versteht Garn so wie McWolly. Und wenn Herr Kopp ihn wieder einmal leise zurechtweist, schmunzelt der Schafbock nur und flüstert:
„Wolle ist Leben. Und ich schnüffle nur am Puls der Zeit.“